Reifenwechsel: Schritt für Schritt Reifen selber wechseln

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Reifenwelchsel
© GettyImages / ronstik
Motointegrator

Wenn die Reifen bereits auf die Felgen aufgezogen sind, können Sie den Reifenwechsel an Ihrem Auto problemlos selbst vornehmen. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie der Reifenwechsel funktioniert, wie viel der Wechsel beim Profi kostet und wann Sie besser einen Fachmann ranlassen.

Ablauf des Reifenwechsels

Wenn Sie keine Allwetterreifen fahren, steht jeweils im Frühjahr und im Herbst der Wechsel auf Sommer- bzw. Winterreifen an. Dabei demontieren Sie die aufgezogenen Reifen und ersetzen sie durch die als Nächstes benötigten Reifen. Im Idealfall sitzen diese jeweils auf einem eigenen Felgensatz, sodass Sie lediglich die Räder austauschen müssen.

Kontrollieren Sie vor der Montage die Mindestprofiltiefe der aufzuziehenden Reifen (mindestens 1,6 Millimeter) und den Luftdruck. Für die Montage brauchen Sie die folgenden Hilfsmittel und Werkzeuge:

  • Wagenheber
  • Unterstellbock
  • Radkreuz
  • Drahtbürste
  • Drehmomentschlüssel
  • ggf. Schlüssel für das Felgenschloss
  • Radschrauben (bestehende Schrauben auf Beschädigungen prüfen!)

Tipp: Wechseln Sie die Räder alle 8.000 bis 10.000 Kilometer je Achse, um eine gleichmäßige Abnutzung zu erreichen. Dazu tauschen Sie das vordere linke mit dem hinteren linken Rad, auf der rechten Seite gehen sie genauso vor.

Reifenwechsel in der Werkstatt: Kosten im Überblick

In diesen Fällen ist es sinnvoll, den Reifenwechsel in einer Werkstatt in der Nähe durchführen zu lassen:

  • Sie verfügen nicht über ausreichende Erfahrung im Radwechsel.
  • Sie besitzen keine zwei Felgensätze, sodass die Reifen zunächst ummontiert werden müssen.
  • Ihr Auto ist mit einem direkten Reifendruck-Kontrollsystem ausgestattet. Dieses elektronische System misst den Reifendruck über montierte Sensoren, die nur ein Fachmann mithilfe eines speziellen Geräts korrekt anlernen kann.

Die Reifenwechsel-Kosten liegen je nach Werkstatt (kleine freie Werkstatt oder Vertragspartner) etwa zwischen 50 und 100 Euro pro Reifensatz. Die Kosten steigen allerdings, wenn weitere Leistungen wie das Wuchten der Reifen, das Aufziehen auf neue Felgen oder das Einstellen des Reifendruck-Kontrollsystems hinzukommen.

Reifenwechsel Schritt für Schritt: So geht’s

Beim Reifenwechsel gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Sichern Sie Ihr Fahrzeug durch Ziehen der Handbremse bzw. bei Automatik-Autos durch Stellung „P“.
  2. Entfernen Sie die Radkappen und lösen Sie die Muttern oder Bolzen des Rads leicht an (noch nicht entfernen).
  3. Heben Sie das Fahrzeug mit einem Wagenheber an. Lesen Sie dafür in der Anleitung des Autos die korrekte Stelle für den Ansatz des Wagenhebers am Unterboden nach.
  4. Entfernen Sie die Radmuttern oder -bolzen komplett und nehmen Sie das Rad ab.
  5. Reinigen Sie die Radauflageflächen. Prüfen Sie, ob die Bremsscheiben und -beläge noch gut sind.
  6. Ziehen Sie das Rad der vorherigen Saison achsenverkehrt auf, also zum Beispiel das linke vordere Rad hinten links. Beachten Sie dabei gegebenenfalls die Laufrichtung (erkennbar an einem Pfeil an der Reifenflanke).
  7. Befestigen Sie alle Radmuttern mithilfe eines Radkreuzes.
  8. Senken Sie das Auto mit dem Wagenheber gerade so weit ab, dass der Reifen den Boden berührt, aber noch nicht mit dem vollen Gewicht darauf steht.
  9. Ziehen Sie die Radmuttern mit einem Drehmomentschlüssel an. Nutzen Sie das korrekte Drehmoment und arbeiten Sie über Kreuz (die Radmuttern nicht in der Reihenfolge nacheinander, sondern über Kreuz anziehen).
  10. Ziehen Sie die Radmuttern nach etwa 100 gefahrenen Kilometern erneut an.

Kennzeichnen Sie die demontierten Reifen mit ihrer Position (z. B. „vorne rechts“) und lagern Sie sie bis zur nächsten Saison witterungsgeschützt ein.

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