Winterurlaub mit dem Auto: So machen Sie Ihr Auto Urlaubsfest!

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Warnausrüstung Winter ©Krasula/Shutterstock

Damit in Ihrem Urlaub alles reibungsfrei abläuft, ist ein vorheriger Autocheck unabdingbar. Wir erklären Ihnen kurz und bündig, worauf Sie vor der nächsten Urlaubsfahrt mit dem Auto achten sollten!

Die richtige Beladung für den Urlaub

Wer im Winter reist, tut dies in der Regel mit schwerem Gepäck. Die Winterausrüstung, sportliche Bekleidung, unhandliche Koffer und große Reisetaschen wollen sicher verwahrt werden. Umso glücklicher ist jeder Autoreisende, wenn alles im Auto verladen ist. Aber Vorsicht: Lockeres Gepäck kann beim Autofahren zur Gefahr werden. Nicht nur werden das Fahrzeug schwerer und der Bremsweg länger, auch bewegen sich Gepäckstücke bereits bei kleinen Erschütterungen und können zu einer echten Bedrohung werden.

Fliegende Geschosse vermeiden

Sollten Sie einen Kombi besitzen, haben Sie mit einem Trenngitter die Chance, den Gepäcktransport in einem sicheren Umfang abzuwickeln und leichte Gegenstände bei Erschütterungen zu bremsen. Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, Ihr Gepäck nie höher als zur Oberkante der Rücksitzfläche zu verladen. Alles, was Sie höher stapeln, kann trotz Netz oder Gitter bei starken Bremsungen in den Vorderraum des Autos gelangen (mit entsprechend hoher Geschwindigkeit).

Achten Sie zudem stets darauf, schwere Gepäckstücke immer im unteren Bereich zu lagern. Sorgen Sie dafür, dass die Bodenfläche des Kofferraums gleichmäßig belastet wird, da das Fahrzeug ansonsten Schlagseite bekommen kann.

Gepäckträger und ihre Besonderheiten

Dachboxen oder auch ein Gepäckträger auf dem Dach können eine gute Möglichkeit darstellen, Skier und Snowboards sicher zu transportieren. Damit Sie Ihre Dachboxen nicht zu schwer beladen, sollten Sie vorab jedoch im Handbuch Ihres Autos das maximale Beladegewicht beziehungsweise die maximale Dachlast prüfen.

 

In der Regel sind die zulässigen 55 bis 75 Kilo schnell erreicht und das Auto verliert erneut an Stabilität. Beim Bestücken der Gepäckträger oder Dachbox gilt: Beladen Sie die Grundfläche möglichst gleichmäßig. Besonders schwere Gegenstände sollten dabei stets mittig positioniert werden. Leichteres Wintergepäck können Sie sorgenfrei im vorderen und hinteren Drittel der Dachbox verstauen.

Winterurlaub Auto © docstockmedia/Shutterstock

Checkliste

–              Prüfen Sie für den Gepäcktransport das maximale Beladungsgewicht für das Auto sowie für Dachboxen

–              Achten Sie beim Gepäcktransport auf eine ausgewogene Verteilung des Gewichts

–              Trennen Sie große Kofferräume mit Trenngittern oder Netzen

–              Stapeln Sie Gepäck nicht höher als zur oberen Kante des Rücksitzes (ohne Kopflehne)

Reifendruck an Gewicht und Temperatur anpassen

Sehr wahrscheinlich prüfen Sie ohnehin in regelmäßigen Abständen den Reifendruck und verlassen sich auf die Warnungen oder auch Erinnerungen Ihres Bordcomputers. Vor dem Winterurlaub sollten Sie jedoch erneut einen Test durchführen: Durch die niedrigen Temperaturen, das zusätzliche Gewicht und die Unebenheiten der Gebirgsstraßen empfiehlt es sich, den Reifendruck anzupassen. Dabei sollten Sie 0,2 bis 0,3 bar mehr einfüllen als vom Hersteller vorgegeben wird. Bei sehr schwerer Beladung sollten es sogar 0,5 bar zusätzlich sein.

Angaben zum Reifendruck finden

Um herauszufinden, welcher Reifendruck Ihr Auto auch wirklich benötigt, können Sie einen Blick in das Handbuch oder in die Innenseite Ihrer Fahrertür werfen. Hier müssten Sie eine Tabelle mit allen relevanten Informationen finden. Bei manchen Fahrzeugen finden Sie diese Angaben auch im Tankdeckel. Darüber hinaus sollten Sie besonders im Gebirge stets Schneeketten mit sich führen. Besonders empfehlenswert sind hierbei Ringbügelketten. Sie lassen sich leicht anbringen und führen zu keiner gravierenden Lärmbelästigung.

Checkliste

– Führen Sie im Gebirge stets Schneeketten bei sich

– Prüfen Sie den Luftdruck und passen Sie ihn an Gewicht und Temperatur an

Winterurlaub © gorillaimages/Shutterstock

Feuchtigkeitsschäden an der Batterie

Niedrige Temperaturen haben die Eigenschaft, viel Feuchtigkeit zu transportieren. Davon bleibt auch Ihr Fahrzeug nicht verschont. Nicht ohne Grund leiden Batterien und Glühbirnen im Winter stärker als im Sommer. Prüfen Sie vor Ihrem Reiseantritt daher unbedingt die Autobatterie. In einer Werkstatt können Sie die Batterie nicht nur prüfen, sondern gegebenenfalls auch gleich tauschen lassen.

Die Kälteunverträglichkeit der Beleuchtung

Nicht nur Feuchtigkeit setzt den Glühbirnen in Ihrem Auto zu, sondern vor allem die Kälte. Umso kälter der Glühfaden der Birne ist, umso mehr Strom benötigt er beim Einschalten. Die Folge ist offensichtlich: Die Glühbirne brennt wesentlich schneller durch und die Beleuchtung versagt. Führen Sie daher zur Sicherheit immer ein Ersatzpaket mit Auto-Glühbirnen bei sich.

Checkliste:

–              Führen Sie Ersatzglühbirnen für die Beleuchtung mit sich

–              Prüfen Sie vor Fahrtantritt die Batterie

Den Durchblick behalten

Ab -10° Celsius neigen Frontscheiben dazu, besonders schnell auch während der Fahrt zu vereisen. Kommen dann noch Spritzer von voranfahrenden Autos sowie Streusalz hinzu, sehen Sie innerhalb weniger Minuten gar nichts mehr. Sofern Sie nun vorgesorgt haben und Ihr Scheibenwischwasser mit Antifrost-Mitteln ausgestattet haben, können Sie die Scheibe ohne Probleme sofort und während der Fahrt reinigen.

Achten Sie daher darauf, dass Sie hochwertiges Konzentrat kaufen und das passende Mischverhältnis beachten. Bedenken Sie dabei auch, dass Fahrtwind die Temperaturen auf der Frontscheibe zusätzlich verringert. Der Einsatz von Hausmitteln und Sprit bewährt sich häufig nur bis zu Temperaturen von maximal -10° Celsius und ist daher für einen Winterurlaub ungeeignet.

Wenn Sie beim Eiskratzen zudem darauf achten, die Scheibenwischer vorsichtig zu reinigen und die Scheibe in einer Wischrichtung zu enteisen, können Sie Schlieren und Verschmutzungen auf der Scheibe nachhaltig vermeiden.

Um auch die Scheinwerfer in einem klaren Zustand zu halten, empfiehlt es sich, jene in regelmäßigen Abständen mit einem feuchten Tuch zu reinigen. Überprüfen Sie zudem unbedingt die Scheinwerferhöhe. Jetzt, wo Ihr Auto vollbeladen ist, kann es sein, dass Sie diese herunterregulieren müssen, um entgegenkommende Fahrzeuge nicht unnötig zu blenden.

Checkliste:

–              Nutzen Sie Scheibenwischkonzentrat für Minusgrade

–              Achten Sie auf das passende Mischverhältnis

–              Vermeiden Sie Hausmittel für die Scheibenwischer

–              Sorgen Sie dafür, dass die Scheibenwischer stets sauber sind

Wo ist die Warnweste?

Sollten Sie trotz allen Vorkehrungen doch eine Panne auf dem Weg in den Winterurlaub haben, werden Sie wahrscheinlich nach Ihrer Warnausstattung suchen. In der Regel befindet diese sich jedoch unter oder neben dem schweren und gut verstauten Gepäck. Damit Sie gar nicht erst in diese unglückliche Lage geraten, empfiehlt es sich, bereits im Vorfeld zusammen mit dem Check-Up Warnweste, Warndreieck und Verbandskasten in greifbarer Nähe zu lagern.

Reiseausrüstung Winter © Sergey Novikov/Shutterstock

Besonders bei Pannen in Tunneln muss häufig schnell und effektiv gehandelt werden. Halten Sie hierfür niemals direkt im Tunnel an, sondern versuchen Sie nach Möglichkeit stets, die Nothaltebuchten zu erreichen. Dort finden Sie auch eine Notrufsäule sowie eine Markierung, die Sie der Pannenhilfe mitteilen können.

Checkliste

–              Lagern Sie die Warnausrüstung sowie den Verbandskasten in Griffnähe

–              Achten Sie beim Anhalten darauf, in Nothaltebuchten zu halten

–              Sichern Sie die Unfallstelle stets ab – auch in Nothaltebuchten

So klappt es mit der Autofahrt

Damit auf Ihrer Winterreise nichts schief geht, sollten Sie Ihr Auto im Vorfeld auf die Wintertauglichkeit prüfen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, stets warme Decken und Getränke mit sich zu führen. Dies bringt nicht nur einen erhöhten Komfort auf der Fahrt, sondern kann bei langen Staus oder einer Panne ein willkommener Begleiter für Groß und Klein sein.