Stop and Go mit dem Fuß auf der Kupplung? Die Werkstatt freut es, der Fahrer bereut es!

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© Maksim Vivtsaruk / Shutterstock

Wozu wird eine Kupplung benötigt?

Als Verbindung zwischen Motor und Getriebe ermöglicht es die Kupplung, dass die Kraft des Motors auf die Räder übertragen werden kann. Bei gedrückter Kupplung wird die Verbindung zwischen Motor und Getriebe getrennt. Eine Kraftübertragung findet nicht statt und es kann in einen anderen Gang geschaltet werden, ohne das es zu einem Abwürgen des Motors kommt, weil die unterschiedlichen Drehzahlen sich ausbremsen.

Wie hoch ist die Lebensdauer einer Kupplung?

Mit den Materialien, die heute beim Bau der Kupplungen verwendet werden, können Kupplungen abhängig von der Fahrweise zwischen 100.000 und 200.000 Kilometer problemlos gefahren werden. Im Gegensatz zu Kupplungen in alten Fahrzeugen, die regelmäßig nachgestellt werden mussten, stellen sich die heutigen Kupplungen eigenständig nach. Einen kleinen Nachteil hat die selbsteinstellende Kupplung allerdings, zeigt in älteren Fahrzeugen das Pedalspiel an, dass es Zeit sein könnte die Kupplung zu wechseln, bemerkt man das mit den neuen Kupplungen nicht mehr leicht.

Woran kann man erkennen, dass die Kupplung Probleme macht?

Hohes Quietschen, Kratzen, Schleifen und Rattern!

Abhängig vom Schaden, können die oben genannten Geräusche beim Einkuppeln und beim Auskuppeln entstehen.

Diese Geräusche sind Anzeichen für ein defektes Ausrücklager. Fährt man bei den ersten Auffälligkeiten in die Fachwerkstatt, kann man sich unter Umständen den kompletten Austausch der Kupplung sparen.

Die Kupplung rutscht!

Rutscht die Kupplung durch und verändert sich der Schleifpunkt, kann das ein Zeichen für eine verschlissene Kupplung sein. Missachtet man den Hinweis, kann es bei Gangwechseln auf Autobahnen und beim schnellen Überholen zu unangenehmen Überraschungen kommen. Das Fahrzeug erreicht nicht die notwendige Geschwindigkeit.

Was ist Gift für die Kupplung?

Die Kupplung ist ein Verschleißteil und mit einem gewissen Verschleiß ist zu rechnen. Die meisten Kupplungsdefekte treten nicht durch normalen Verschleiß auf, sondern durch Fehler, die der Fahrer beim Bedienen der Kupplung macht!

Fuß auf der Kupplung!

©motointegrator.de / Kupplungssatz LuK RepSet 620 3050 09
©motointegrator.de / Kupplungssatz LuK RepSet 620 3050 09

Wer an Ampeln, in Staus und beim Fahren den Fuß permanent auf der Kupplung hat, der belastet die Reibscheiben und das Ausrücklager.

Besser man kuppelt beim Warten aus und führt den Fuß während des Fahrens nur zum Kupplungspedal, wenn geschaltet werden soll.

Häufiges unnötiges Schalten!

Erkennt man, dass man an der nächsten Ampel stehen bleiben muss, ist es unnötig, einen Gang höher zu schalten.

Parken mit eingelegtem Gang!

Eine weitverbreitete Unart ist das Parken mit eingelegtem Gang anstelle der Handbremse. Die Kupplung wird belastet.

Dauerndes Schleifen lassen der Kupplung!

Lässt man die Kupplung ständig schleifen erhitzt der Kupplungsbelag. Temperaturen über 320 Grad sind Gift für die Kupplung. Die Beläge lösen sich langsam auf. Wird es heißer, ist der Kupplungsbelag nicht mehr zu gebrauchen.

Fahren mit komplett beladenem Fahrzeug und Anhänger!

Das voll beladene Fahrzeug und der Anhängerbetrieb belasten die Kupplung deutlich über das reguläre Maß hinaus. Wer das Fahrzeug regelmäßig entlädt und den Anhänger nicht ständig nutzen muss, schont die Kupplung.

Fazit

Eine Kupplung ist ausschließlich zum Schalten vorhanden. Schaltet man nicht, bleibt der Fuß vom Kupplungspedal. Wer vorausschauend fährt und beachtet, dass das Fahrzeug keine anhaltende Schwerstarbeit leisten muss, der schont Kupplung und Geldbeutel.