Kraftstoffadditive und Ölzusätze – flüssige Helfer für saubere Motoren

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Den Zusätzen für Kraftstoffe und Motoröl werden viele Wirkungen nachgesagt. Einige davon gehören ins Reich der Fabeln, aber viele entsprechen der Wahrheit. Was die flüssigen Helfer können und worauf Sie bei der Anwendung achten sollten, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Additive für Benzin- und Dieselkraftstoffe

Alle Kraftstoffhersteller sind sich einig. Wer ihre hochwertigen und teuren Kraftstoffe tankt, der braucht keine Kraftstoffadditive. In den Kraftstoffen selbst sind bereits Additive enthalten, die den Motor sauber halten und schützen sollen. Für hochwertige Markenkraftstoffe und neue Motoren trifft diese Aussage auch zu. Aber, nicht überall ist die Qualität der Benzin- und Dieselkraftstoffe gleich hoch. Nicht einmal in Deutschland. Und in älteren Motoren mit mehreren zehntausend Kilometern auf dem Tacho bilden sich immer Rückstände, die die Motorleistung mindern und den Kraftstoffverbrauch erhöhen. Für genau diese Motoren sind Kraftstoffadditive wirklich nützlich.

Je nach Zusammensetzung kann ein Additiv eine zu niedrige Cetanzahl von Diesel, zum Beispiel nach dem Tanken von minderwertigem Diesel im Urlaub, erhöhen und dadurch die Zündwilligkeit verbessern, wodurch der Motor geschont wird. Schwefelarmer Diesel steht im Verdacht, den Pumpenverschleiß zu erhöhen. Ein entsprechendes Verschleißschutz-Additiv sorgt für eine bessere Schmierung und reduziert den Verschleiß der Pumpe. Andere Additive können Verbrennungsrückstände im Brennraum, an Einspritzdüsen und Ventilen abbauen und neue Ablagerungen verhindern. Dadurch wird die Verbrennung sauberer und der Kraftstoffverbrauch sinkt. Zu diesem Ergebnis sind auch Tester der GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) genommen. Von der GTÜ wurden System-Reiniger von Liqui Moly getestet. Nach ein paar Hundert gefahrenen Kilometern konnte bei einem älteren Diesel und einem Benziner kein Kohlenmonoxid (CO) mehr in den Abgasen gemessen werden. Kohlenmonoxid ist ein eindeutiges Zeichen für eine unvollständige Verbrennung.

Wichtig bei der Verwendung eines Kraftstoffadditivs ist die Dosierung. Bei der Dosierung sollten Sie sich exakt an die Herstellervorgaben halten. Denn bei Additiven gilt: Viel hilft nicht viel. Eine zu hohe Dosierung kann dem Motor schaden.

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Additive für Motoröle

Um eines vorwegzunehmen: Einen stark verschlissenen Motor können Öladditive nicht reparieren. Zusätze für das Motoröl können aber den Verschleiß reduzieren, den Motor reinigen und schädliche Ablagerung beseitigen. Insbesondere bei häufigen Kurzstreckenfahrten, wenn der Motor nicht richtig warm wird, bilden sich Ablagerungen im gesamten Motor. Spezielle Reinigungsadditive können diese Ablagerungen entfernen. Die Öladditive werden kurz vor einem Ölwechsel dem Motoröl zugegeben und, wenn der Motor eine Weile mit dem Additiv im Öl gelaufen ist, zusammen mit dem Motoröl wieder abgelassen.

Verschleißschutzadditive für Motoröl können die Lebensdauer preiswerter Motorenöle verlängern. Die in Mehrbereichsölen enthaltenen Polymere werden bei hohen Temperaturen dicker und mit der Zeit abgeschert. Spezielle Additive können die Polymere zum Teil ersetzen und die Viskosität gealterter Öle wieder erhöhen. Vom TÜV bereits vor einigen Jahren getestete Additive, die Keramikbestandteile oder Molybdänsulfid (MoS2) enthalten, bilden eine Schutzschicht auf Metalloberflächen und können den Verschleiß im Motor um 20 bis 30 Prozent reduzieren.

Öladditive, die Teflon enthalten, bringen nach Ansicht der meisten Fachleute keine messbaren Verbesserungen und Billigprodukte mit Chlorparaffinen sind zum Teil sogar schädlich für den Motor. Verwenden Sie bei Öladditiven daher nur Markenprodukte, deren Hersteller wie Liqui Moly eine Garantie für Schäden geben, die durch ihre Additive entstehen.

 © design56 / Shutterstock
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