Kaputter Scheibenwischer bei Regen

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Scheibenwischer
© Shutterstock / Trybex

Scheibenwischer: Immer sicher auf den Straßen unterwegs

Damit Sie sicher bei Regen und Schnee unterwegs sind, sorgt der vom Wischermotor angetriebene Scheibenwischer für freie Sicht auf Straße und Verkehr. Der Scheibenwischer ist ein Gerät, mit dem die Scheiben von Auto, LKW, Lokomotive, aber auch Schiff und Flugzeug von Wasser, Schnee und Schmutz gesäubert werden können. Jeder Scheibenwischer besteht aus einem metallenen Wischerarm, einem Wischerblatt mit Gummiprofil und einem Wischermotor als Antrieb. Mit dem Gummiprofil schiebt das Wischerblatt die Nässe, den Schnee oder den Schmutz von der Scheibe, so dass der Fahrer, Pilot oder Kapitän immer über freie Sicht verfügt. Klebt Schmutz auf der Fahrzeugscheibe, lässt sich diese mit dem in der Scheibenwaschanlage befindlichen Wasser befeuchten, so dass der Scheibenwischer diesen schließlich wegschieben kann.

Weiter fahren, auch wenn der Scheibenwischer defekt ist?

Ohne Scheibenwischer ist die Sicht extrem schlecht, so dass Sie dringend anhalten sollten, wenn der Motor nicht mehr funktioniert. Als Hausmittel empfiehlt sich, einen Apfel zu halbieren und mit diesem die Frontscheibe einzureiben. Allerdings dient das höchstens als Mittel in letzter Not.

Wie funktioniert der Wischermotor?

© motointegrator.de / Wischermotor MAGNETI MARELLI 064342314010
© motointegrator.de / Wischermotor MAGNETI MARELLI 064342314010

Fast alle Scheibenwischer werden entweder von einem oder von mehreren elektrisch betriebenen Wischermotoren angetrieben. In den meisten Fahrzeugen ist ein umlaufender Elektromotor eingebaut. Über ein Hebelgetriebe erzeugt dieser die gewünschte Bewegung des Wischarmes und läuft dabei in eine einzige Richtung. Wechselt der Wischermotor die Richtung, wird er Reversiermotor genannt und von einer speziellen Elektronik gesteuert, wie beispielsweise beim VW Touran. Der Vorteil hierbei ist, dass die Motoren kein Verbindungsgestänge benötigen und voneinander unabhängig arbeiten. In einigen Nutzfahrzeugen wie der S-Bahn sind Wischeranlagen mit pneumatischem Antrieb eingesetzt, die sich einzeln ansteuern lassen.

Der Aufbau vom Scheibenwischer

Ein Wischerarm aus Metall ist an einer Achse befestigt, so dass er sich über die Scheibe schieben und dabei Feuchtigkeit und Schmutz entfernen kann. Ein Gelenk erlaubt, den Scheibenwischer hochzuklappen, damit Sie die darunter befindliche Scheibe reinigen können. Während frühere Autoscheiben plan waren, so dass eine starre Metallschiene mit Gummiprofil als Wischerblatt ausreichend war, sind heutige Fahrzeugscheiben gewölbt. Damit das Wischerblatt dieser Wölbung immer gut folgen kann, haben die Hersteller dieses in Segmente gegliedert, die mit Gelenken verbunden sind. Zwei dünne Metallschienen in der Wischerlippe sorgen dafür, dass man dieses gleichmäßig fest auf die Scheibe presst. Es gibt Wischerblätter, deren Achse unterhalb der Windschutzscheibe angebracht sind. Diese ordnet man in der Regel paarweise an. Weiterhin gibt es Scheibenwischer, die von oben herabhängen, ebenso gibt es für breite Scheiben drei Wischerblätter. Für große und flache Scheiben wie an Bussen, werden auch Einarmwischer oder zwei Wischerblätter in unterschiedlichen Größen eingesetzt.

Nicht nur der Wischermotor muss gut funktionieren

Damit Sie in der Nacht nicht geblendet werden und bei Regen und Schnee optimale Sicht haben, sollte der Wischermotor ebenso funktionieren, wie die Scheibenwischer selbst. Ein Reinigungszusatz im Wischwasser der Scheibenwaschanlage löst den Schmutz auf der Scheibe an, so dass er von der Gummilippe leichter beiseitegeschoben werden kann. Achten Sie darauf, dass der Waschanlagenzusatz im Winter frostfest ist. Sind die Wischerblätter beschädigt oder defekt, können Sie diese problemlos selbst austauschen. Mit Hilfe der Fahrzeugdaten finden Sie leicht den Typ heraus, der für Ihr Auto perfekt passt. Oft sind den Scheibenwischern Tabellen beigefügt, auf denen vermerkt ist, für welches Fahrzeug sie sich eignen.