Fragen rund um den Achsschenkel

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Was ist ein Achsschenkel?

Achsschenkel sind ein wichtiger Bestandteil der Einzelradlenkung, welche an den meisten Fahrzeugen zumindest an der Vorderachse zum Einsatz kommt. Sie sind einer hohen Belastung ausgesetzt, sind aber meist recht langlebig, steht ein Austausch an, gilt es fachmännisch vorzugehen.

Wie erkennt man einen defekten Achsschenkel?

Eines untrügliches Zeichen für einen defekten Radträger an der Vorderachse ist ein Flattern der Vorderräder und des Lenkrades während einer Kurvenfahrt. Ist das Flattern spürbar, ist der Verschleiß zumindest eines Achsschenkels oder Achsschenkellagers bereits weit fortgeschritten. Die Lenkung reagiert zudem nur noch verzögert, mit Spiel und das Fahrverhalten ist schwammig. Etwas schwieriger zu lokalisieren sind ein Poltern oder Klopfgeräusche, die während der Fahrt auf unebenen Fahrbahnen oder beim Bremsen auftreten und ebenfalls von einem defekten Radträger an der Vorder- oder Hinterachse verursacht werden können.

Kann man den Achsschenkel lackieren?

Je nachdem, um welchen Fahrzeugtyp es sich handelt und wie der Einsatzbereich ist, kann es zu Abschürfungen kommen. Meist ist dies im Off-Road Bereich der Fall, bei Fahrten über Randsteine oder bei steileren Anstiegen. Die Abnutzung zeigt sich besonders im vorderen Rahmenbereich, wo die Achsschenkel liegen. Um diese besser zu konservieren, können Sie lackiert werden. Idealerweise geht das mit Hammerit oder hochwertigem Industrie-Lack oder Zinkstaublack. Vor der Endbehandlung sollte man die Teile gründlich mit Reiniger säubern und den Rost entfernen. Chemische Behandlung ist nicht unbedingt empfehlenswert.

Wie kann man den Zustand des Achsschenkels?

Achsschenkel
© motointegrator.de / Achsschenkel, Radaufhängung KOREA JZ0015D

Besteht der Verdacht, dass ein Radträger defekt ist und ein defektes Radlager oder andere Schäden sollen als Ursache für unbekannte Geräusche ausgeschlossen werden, überprüfen Sie den Zustand der Radaufhängung am besten auf einer Hebebühne. Eine zweite Person zur Unterstützung ist hierbei erforderlich. Wenn das Fahrzeug angehoben ist, drehen Sie das betreffende Rad von Hand. Dreht sich das Rad ruhig, ohne schleifende oder mahlende Geräusche, ist das Radlager aller Wahrscheinlichkeit nach in Ordnung. Als Nächstes versuchen Sie das Rad zu verkannten, in dem Sie das Rad oben und unten halten und daran wackeln. Hierbei sollte die zweite Person die Gelenke des Radträgers und der übrigen Aufhängung im Auge behalten. Lässt sich das Rad mit viel Spiel bewegen, wird Ihr Helfer schnell sehen, welches Gelenk die Bewegung ermöglicht.

Den Achsschenkel selbst reparieren?

Wenn die Lager der Achsschenkel ausgeschlagen sind, ist eine Reparatur mit einem günstigen Reparatursatz möglich. Der Austausch der Lager oder des ganzen Radträgers erfordert allerdings zum Teil Spezialwerkzeug und meist auch eine hydraulische Werkstattpresse, über die nicht jeder Hobbyschrauber verfügt. Abhilfe und fachmännischen Rat für die Reparatur in Eigenregie erhalten Sie in Selbsthilfewerkstätten. In den Selbsthilfewerkstätten stehen auch Hebebühnen für die Überprüfung und eine sichere Reparatur zur Verfügung. Die Fahrwerksgeometrie muss nach einer Reparatur an den Radträgern ebenfalls überprüft und, falls erforderlich korrigiert werden. Die Überprüfung der defekten Achsschenkel ist nur mit einer Hebebühne möglich, da die Räder auf Spiel getestet werden. Ist ein Radträger gebrochen, kann dies unter Umständen einen Unfall verursachen. Nach dem Austausch der Achsschenkel muss ist die Spur neu einzustellen. Gehen Sie am besten wie folgt vor: Ist das Auto angehoben, sichern Sie es vor dem weg rollen. Danach werden die Radmuttern und anschließend das

Achsschenkel
© Shutterstock / Vereshchagin Dmitry

Rad entfernt. Lösen Sie die Befestigungsschrauben am Bremsschlauch und am Bremsschatten, entfernen Sie Rad-Drehmesser und Bremssattel. Nun ist der Verriegelungsbolzen anzuheben, im nächsten Schritt entfernt man die Nabenmutter. Lösen Sie die Bremsscheiben-Schrauben und entfernen diese, weiterhin entfernen Sie den Splint, das Schenkelgelenk und die Muttern des Kugelgelenks. Im nächsten Schritt schrauben Sie die selbst haltenden Muttern und Dämpferbolzen fest und entfernen das äußere Gelenk an der Antriebswelle und zum Schluss den Schenkel. Nach dem Einbau der neuen Achsschenkel gehen Sie in umgekehrter Reihenfolge vor.