Die Zündanlage im Winter: Hier häufen sich die Probleme

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Zündanlage im Winter ©Wstockstudio/Shutterstock

Viele Menschen kennen Startprobleme beim Auto vor allem aus dem Winter. Die dabei auftretenden Probleme an der Zündanlage lassen sich in Teilen schnell und einfach beheben. Doch nicht jeder Fehler ist leicht zu finden.  Wir betrachten gemeinsam die Zündanlage des Fahrzeuges in ihren Details und zeigen Ihnen, welche Fehler im Winter besonders häufig auftreten.

Warum es im Winter häufiger zu Problemen mit der Zündanlage kommt

Im Winter häufen sich die Probleme am Auto häufig. Viel zu oft sieht man Menschen vor offenen Motorhauben stehen und verzweifelt nach der Ursache für die Motorprobleme suchen. Doch woran liegt das? Vor allem an den Temperaturen und der deutlich höheren Feuchtigkeit. Viele auch im Sommer vorhandene Probleme machen sich aufgrund dieser Faktoren viel stärker bemerkbar. Allerdings können auch andere Faktoren eine Rolle spielen. Denn Marder beispielsweise sind vor allem in der kalten Jahreszeit ein Problem, wenn diese sich im warmen Auto unter der Motorhaube einrichten.

 

Die Zündleitungen überprüfen – die einfachste Lösung

Die Kabel verbinden Spule und Verteiler und sind somit für die Zündung besonders wichtig. Leider lassen sich die Kabel auch nur schwer überprüfen. Vor allem bei älteren Fahrzeugen kann es vorkommen, dass sich die Kabel im Laufe der Jahre langsam vom Verteiler lösen und somit die Zündung überhaupt nicht mehr stattfinden kann. In einem solchen Fall können Sie das Kabel einfach wieder in Position bringen, damit der Motor wieder rund läuft. Schäden an den Zündleitungen sind ebenfalls ein häufiges Problem. Diese erkennen Sie häufig nur, wenn das Kabel beim Zündvorgang Funken schlägt. Mit Isolierband lassen sich solche Schäden leicht flicken. Allerdings kann dies durchaus auch ein Anzeichen von Marderbiss sein. Kontrollieren Sie in diesem Fall den gesamten Motorraum auf weitere Schäden.

 

Die Zündspulen: Häufiger Grund für Motorprobleme im Winter

Zündkerzen im Winter ©Parilov/Shutterstock

Zündspulen sind Verschleißteile am Auto, welche durchaus im Laufe der Zeit immer schlechter arbeiten können. Allerdings ist es praktisch als Laie kaum möglich, die Zündspule selbstständig auszumessen und vor allem auszutauschen. Denn diese ist nur schwer erreichbar. Hier sollte ein Besuch in der Fachwerkstatt bevorzugt werden. Allerdings hinterlegen die meisten modernen Fahrzeuge Fehler an der Zündspule im Fehlerspeicher des Autos. Wenn Sie diesen auslesen können, hilft es oftmals das Problem einzugrenzen. Steht ein Fehler an der Zündspule fest, sollten Sie zudem mit der Reparatur nicht allzu lange warten. Denn die Probleme bei defekten Zündspulen werden in der Regel eher größer als kleiner.

 

Zündkerzen prüfen und wechseln

Fehler und Probleme an den Zündkerzen machen sich nicht nur durch Probleme beim Starten bemerkbar, sondern auch durch Zündaussetzer während der Fahrt. In jedem Fall sollten Sie die Zündkerzen einer gründlichen Prüfung unterziehen, wenn diese Probleme auftreten. Hierzu sollten Sie immer die einzelnen Zündkerzen umfassend auf Schäden überprüfen. Diese verdrecken recht häufig und können vor allem bei einem schlecht eingestellten Motor stark verschmutzen. Oftmals genügt es bereits die Kerzen zu säubern, damit das Fahrzeug wieder sauber und problemlos startet. Müssen Sie defekte Kerzen ersetzen, achten Sie auf die Art der Zündkerze. Denn je nach Art und Bauform des Motors, können die Kerzen unterschiedliche Merkmale aufweisen. Darunter fallen unter anderem:

– Die Steigung des Gewindes

– Die Länge der Zündkerze

– Die Anzahl der Elektroden

– Der Werkstoff der Elektroden

– Der Wärmewert

Sie sollten dementsprechend immer passende Kerzen für Ihr Fahrzeug auswählen.

Zündspule und Zündkerze ©sima/Shutterstock

Die Glühkerzen – ein Problemfeld für Diesel-Fahrer

Während der Begriff der Zündkerze allgemein bekannt ist, spielen Glühkerzen im Allgemeinwissen der meisten Menschen nur eine untergeordnete Rolle. Die Glühkerze kommt in Diesel-Motoren zum Einsatz und dort auch nur bei kalten Temperaturen. Denn ein Diesel-Motor als Selbstzünder benötigt keine Zündkerze. Allerdings zünden Luft und Diesel als Gemisch bei kalten Temperaturen deutlich schlechter. Glühkerzen werden somit eingesetzt, um den Brennraum vorzuheizen und somit die Zündung zu verbessern. Moderne Glühkerzen arbeiten darüber hinaus in der Regel so lange, bis der Motor die optimale Betriebstemperatur erreicht hat.  Ist die Glühkerze allerdings defekt, kann es durchaus zu Startproblemen beim Fahrzeug kommen.

Der Austausch der Glühkerze ist häufig kompliziert. Wir raten grundsätzlich zum Besuch einer Fachwerkstatt in diesem Fall, da eine unsachgemäße Handhabung schnell zu Problemen führen kann. Denn eine Glühkerze kann sich in ihrer Fassung leicht festsetzen. Wird diese nun mit zu starker Kraft bewegt, kann das fragile Element abbrechen. In einem solchen Fall muss diese mittels Spezialwerkzeug ausgebohrt und ein neues Gewinde gesetzt werden. Falls Sie den Wechsel dennoch in Eigenregie durchführen möchten, raten wir in jedem Fall zum Einsatz von Kriechöl, um das Gewinde optimal und umfassend vorzubereiten.

 

Weitere Gründe für Startprobleme im Winter

Grundsätzlich gibt es noch einige weitere Auslöser, welche vor allem im Winter verstärkt auftreten. Häufig liegen die Zündprobleme auch in der Batterie des Fahrzeuges begründet. Eine zu schwache und zu alte Autobatterie kann häufig nicht mehr ausreichend Leistung für den Startvorgang liefern, sodass es zu starken Motorproblemen bei der Zündung kommen kann. Hier hilft in der Regel nur der Austausch der Batterie gegen ein neues und entsprechend leistungsstarkes Modell.

©a_v_d/Shutterstock

Ein weitere und häufig zu beobachtender Punkt ist die Erdung.  Denn sowohl die Lichtmaschine als auch die Batterie sind mit einem eigenen Kabel mit der Karosserie des Fahrzeuges verbunden. Besonders bei älteren Autos kann es vorkommen, dass diese Erdung beginnt zu rosten. Bemerkbar macht sich dies häufig durch Probleme beim Starten des Motors. Doch auch hier ist die Reparatur einfach und in Eigenregie zu erledigen.

Schleifen Sie die Kontakte des Kabels umfassend und gründlich ab.

Streichen Sie die Stellen mit Polfett ein.

Schrauben Sie das Kabel wieder an seiner Verbindung fest.

Lagen die Probleme in der Erdung begründet, sollte das Fahrzeug wieder problemlos anspringen.

Es gibt durchaus noch weitere Auslöser für Probleme mit dem Starten des Fahrzeuges. Allerdings sind diese nicht mehr nur auf den Winter beschränkt, sondern treten häufig über das Jahr verteilt auf. Ein Schaden am Anlasser selber ist ebenfalls möglich. Hier ist allerdings nur der direkte Austausch eine gängige Lösung.