Die Zündanlage im Winter: Woher kommen die Probleme?

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Wie funktioniert eine Zündanlage im Winter?

Viele Menschen kennen Startprobleme beim Auto vor allem aus dem Winter. Die dabei auftretenden Probleme an der Zündanlage lassen sich in Teilen schnell und einfach beheben. Doch nicht jeder Fehler ist leicht zu finden. Wir betrachten gemeinsam die Zündanlage des Fahrzeuges in ihren Details und zeigen Ihnen, welche Fehler im Winter besonders häufig auftreten. Im Winter häufen sich die Probleme am Auto häufig. Viel zu oft sieht man Menschen vor offenen Motorhauben stehen und verzweifelt nach der Ursache für die Motorprobleme suchen. Doch woran liegt das? Vor allem an den Temperaturen und der deutlich höheren Feuchtigkeit. Viele auch im Sommer vorhandene Probleme machen sich aufgrund dieser Faktoren viel stärker bemerkbar. Allerdings können auch andere Faktoren eine Rolle spielen. Denn Marder beispielsweise sind vor allem in der kalten Jahreszeit ein Problem, wenn diese sich im warmen Auto unter der Motorhaube einrichten.

Wie merkt man, dass ein Zündkabel kaputt ist?

Die Kabel in einem Fahrzeug sind oftmals  eine echte Schwachstelle und nur schwer zu überprüfen. Verteiler und Spule sind bei einem Auto mit einem entsprechenden Kabel verbunden. Ist das Fahrzeug bereits älter, kann sich das Kabel im Lauf der Zeit im Verteiler lösen. Dies ist die einfachste Ursache für einen nicht anspringenden Motor. In diesem Fall müssen Sie nur das Kabel an seinen Platz stecken und schon sollte der Motor problemlos wieder anspringen. Anders sieht es aus, wenn es zu Schäden am Kabel gekommen ist. Schlägt das Kabel während des Zündvorgangs Funken, gibt es einen deutlichen Schaden an der Isolation. Dies kann durchaus eine Marder-Bissspur sein. Sie sollten in jedem Fall den restlichen Motorraum ebenfalls nach Bissspuren untersuchen. Mit Isolierband können Sie das Kabel allerdings problemlos wieder flicken. Lag der Defekt nur am Kabel, sollte der Motor sich nun wieder ordnungsgemäß starten lassen.

Wie lange sollte eine Zündspule halten?

Zündspule
© Shutterstock / sima

An Zündspulen kann es schnell zu Fehlern und Defekten kommen, welche das Starten des Motors gesichert verhindern. Vor allem ältere Zündspulen sind dem allgemeinen Verschleiß unterlegen, sodass es hier zu Materialermüdung etc. kommen kann. Leider ist es hier nur sehr eingeschränkt möglich selber aktiv zu werden, da die Spulen bei den meisten Fahrzeugen nicht einfach zu erreichen sind. Sie können versuchen über das OBD-System einen Fehler auszulesen, da diese dort bei Defekten an den Zündspulen hinterlegt werden können, aber ausbauen und ausmessen ist in jedem Fall eine Aufgabe für die Fachwerkstatt. Eine defekte Zündspule sollte zu dem schnell ausgetauscht werden, da die Probleme mit dieser nicht kleiner, sondern eher größer werden.

Zündanlage – wie kann man eine Zündkerze testen?

Zündkerze
© Shutterstock / Parilov

Fehler und Probleme an den Zündkerzen machen sich nicht nur durch Probleme beim Starten bemerkbar, sondern auch durch Zündaussetzer während der Fahrt. In jedem Fall sollten Sie die Zündkerzen einer gründlichen Prüfung unterziehen, wenn diese Probleme auftreten. Hierzu sollten Sie immer die einzelnen Zündkerzen umfassend auf Schäden überprüfen. Diese verdrecken recht häufig und können vor allem bei einem schlecht eingestellten Motor stark verschmutzen. Oftmals genügt es bereits die Kerzen zu säubern, damit das Fahrzeug wieder sauber und problemlos startet. Müssen Sie defekte Kerzen ersetzen, achten Sie auf die Art der Zündkerze. Denn je nach Art und Bauform des Motors, können die Kerzen unterschiedliche Merkmale aufweisen.

Was macht die Glühkerze?

Glühkerze
© Shutterstock / coloritmail

Die Glühkerze ist ein Teil der Zündanlage. Während die Zündkerzen allgemein bekannt sind und regelmäßig gewartet oder auch ausgetauscht werden müssen, sieht dies bei der Glühkerze anders an. Denn diese sind in Dieselfahrzeugen verbaut und treten während großer Teile des Jahres überhaupt nicht in Erscheinung. Denn im Gegensatz zum Benziner benötigt der Diesel als Selbstzünder keine Zündkerzen. Im Winter und bei kalter Außentemperatur jedoch kommt auch ein Diesel an seine Grenzen. Die Glühkerze sorgt hier nun für eine Vorheizung des Brennraums, sodass Luft und Diesel problemloser zünden können. Zudem arbeitet eine moderne Glühkerze mittlerweile so lange, bis der Motor die optimale Betriebstemperatur erreicht hat. Ist die Glühkerze nun defekt, startet der Motor schwerer und es kommt zu Störgeräuschen des Motors, da die Verbrennung ungleichmäßig abläuft. Der Wechsel einer Glühkerze ist leider nicht ganz einfach zu bewerkstelligen. Ähnlich wie bei den Zündspulen gilt es hier besonders vorsichtig und umsichtig zu arbeiten, da sich die Glühkerze gerne festsetzt und beim Versuch des Wechsels abbrechen kann. In einem solchen Fall sind spezielle Reparatursets notwendig, um die Glühkerze zu entfernen und ein neues Gewinde zu schneiden. Wenn Sie auf die Dienste einer Fachwerkstatt verzichten möchten, raten wir in jedem Fall zu viel Vorsicht bei der Arbeit und dem durchaus exzessiven Einsatz von Kriechöl, um die Gewinde optimal zu lockern.

Andere Probleme der Zündanlage

Auch wenn die defekte Zündspule wohl der bekanntest Fehler ist, welche im Winter gehäuft auftritt, so gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, warum Ihr Auto im Winter nicht anspringen möchte. Zum einen kann die Batterie versagen, beziehungsweise nicht mehr genug Power bieten, um den notwendigen Zündfunken zu erzeugen. Besonders ältere Batterien geben im Winter gerne den Geist auf. Eine weitere Fehlerquelle ist in der Erdung zu finden. Denn Lichtmaschine und Batterie sind mit einem Kabel mit der Karosserie verbunden und werden dort geerdet. Dieses Kabel kann im Laufe der Zeit korrodieren. Mit zunehmendem Schaden springt das Auto immer schlechter an, bis es sich eines Tages überhaupt nicht mehr starten lässt. Ist diese der Fall, können Sie das Kabel einfach abschleifen und mit Polfett bestreichen. Anschließend kann das Kabel ganz einfach wieder angeschraubt werden. Das Problem gehört somit der Vergangenheit an. Ebenfalls eine mögliche Fehlerquelle ist der Anlasser. Dieser Fehler kündigt sich allerdings in der Regel frühzeitig an und sollte Sie nicht überraschen. Im Gegensatz zur Zündspule und den Zündverteilerkappen ist beim Anlasser oftmals nur noch der direkte Austausch die richtige Lösung. Eine Reparatur kommt nur in wenigen Fällen überhaupt in Frage. Die Zündenergie im Motor muss verteilt werden. Hierbei spielt die sogenannte Zündverteilerkappe eine wichtige Rolle. Kommt es hier zu Problemen oder Fehlern, lässt sich das Auto nicht richtig oder überhaupt nicht mehr starten. Die Zünderteilerkappe kann allerdings bei den meisten Fahrzeugen leicht und einfach abgenommen und überprüft werden. Überprüfen Sie nun die Kontakte und Verteilerfinger. Der mittlere Kontakt sollte sich leicht bewegen lassen, sofern dieser federgelagert ist. Alle Kontakte sollten weder korrodiert noch verbrannt sein. Auch Feuchtigkeit unter der Verteilerkappe kann schnell zu einem Problem werden. Nach dem Trocknen und dem Reinigen der Kontakte kann es durchaus möglich sein, dass Ihr Motor wieder problemlos anspringt.