Bremsbeläge zu Ihrer Sicherheit rechtzeitig wechseln

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Funktion der Bremsbeläge

Bremsbeläge sind Verschleißteile, die sich betriebsbedingt abnutzen. Wechseln Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit die Bremsbeläge Ihres Fahrzeugs rechtzeitig aus.

Bremsbeläge kommen in Scheibenbremsen zum Einsatz, mit denen praktisch alle modernen Pkw ausgerüstet sind. Genaugenommen arbeiten in den Scheibenbremsen Bremssteine oder Bremsklötze, die mit den eigentlichen Bremsbelägen versehen sind. Da das Wichtige daran der Belag ist, herrscht allgemeines Einvernehmen darüber, den Begriff Bremsbelag für das gesamte Bauteil zu verwenden.
Die Bremsanlage besteht aus dem Hauptbremszylinder, den Leitungen für die Bremsflüssigkeit, den Bremszylindern an den Rädern, den Bremssätteln, in denen sich die Bremsbeläge befinden, und den Bremsscheiben.

Wenn Sie das Bremspedal betätigen, setzen Sie den Kolben im Hauptbremszylinder unter Druck. Der Druck breitet sich gleichmäßig in den Bremsleitungen aus und setzt die Kolben in den Bremszylindern an den Rädern in Bewegung. Die schieben die Bremsbeläge gegen die fest mit den Achsen verbundenen Bremsscheiben. Wie vom Hersteller Ihres Fahrzeuges geplant, reiben die Bremsbeläge stark an den Bremsscheiben und Ihr Auto wird langsamer. Bei der Reibung wird mechanische Bewegungsenergie in Wärme umgewandelt. Deshalb erhitzen sich die Bremsen im Einsatz.

Unvermeidbar ist, dass die Bremsbeläge durch die Reibung nach und nach abgetragen werden. Bevor sie vollständig verschwunden sind, teilt Ihnen eine akustische, elektrische oder elektronische Verschleißwarnung mit, dass Sie sich dringend um neue Bremssteine kümmern müssen. Sollten Sie das ignorieren, wird in den Bremsen bald der blanke Bremsklotz auf der Bremsscheibe reiben. Das quietschende Geräusch, das dabei entsteht ist charakteristisch und tut weh. Wenn Sie es in Ihrem Fahrzeug hören, müssen Sie die Bremsscheibe auch gleich mit auswechseln oder auswechseln lassen.

Bremsbeläge auswechseln 

Die Bremssteine werden immer an beiden Rädern einer Achse ausgetauscht. Sie befinden sich in den Bremssätteln hinter den Rädern. Nach einer Fahrt sind die Bremsen sehr heiß. Beginnen Sie die Arbeiten erst dann, wenn sich die Bremsen abgekühlt haben. Zum Auswechseln müssen Sie zuerst das jeweilige Rad abbauen. Informieren Sie sich in der Betriebsanleitung über die geeigneten Ansatzpunkte für den Wagenheber. Bocken Sie Ihr Fahrzeug sicher auf und setzen Sie Bremsklötze vor die unbeteiligten Räder. Verlassen Sie sich nicht allein auf den Wagenheber. Schützen sie sich und Ihr Auto, indem Sie es zusätzlich mit Reifen, Ziegelsteinen oder Kanthölzern stabil abstützen. Haben Sie das Rad abgebaut, sehen Sie die Bremsscheibe und den Bremssattel, der die Scheibe seitlich umfasst. Den Bremssattel müssen Sie von der Halterung am Achsschenkel abschrauben, bevor Sie ihn von der Bremsscheibe abheben können. Denken Sie daran, dass sich am Bremssattel der Bremszylinder mit dem Kolben und der Bremsleitung befindet.

Achten Sie darauf, dass sie diese Teile beim Arbeiten unversehrt lassen. Die Bremssteine werden durch Metallbügel im Bremssattel gehalten. Wenn Sie die Bügel entfernt haben, können die die Bremssteine aus dem Sattel nehmen. Die neuen Bremssteine sind mit Sicherheit etwas dicker als die alten. Der Kolben im Bremszylinder ist aber noch in der Stellung, die an die abgenutzten Bremsbeläge angepasst war. Um Platz zu schaffen, müssen Sie den Kolben etwas in den Zylinder hineindrücken. Dann können Sie die neuen Bremssteine in den Sattel einlegen und mit den Bügeln befestigen.

Achten Sie unbedingt darauf, dass die Reibschicht auf dem Bremsstein der Bremsscheibe zugewandt ist. Bei versehentlich falsch herum eingebauten Bremssteinen funktioniert die Bremse nicht richtig und außerdem wird die Bremsscheibe ganz schnell unbrauchbar. Schieben Sie den Bremssattel wieder auf die Bremsscheibe und schrauben Sie ihn an der Halterung fest. Nachdem beide Räder der Achse wieder am Fahrzeug angebaut sind, sollten Sie die Bremsen bei einer Probefahrt zuerst mit niedriger, dann mit schrittweise erhöhter Geschwindigkeit testen.
Die neuen Bremsbeläge benötigen eine kurze Einfahrzeit, bei der sich die Reibbeläge den Scheiben anpassen. Während dieser Zeit kann ein leichtes Quietschen zu hören sein. Danach erreichen Die Bremssteine ihre volle Wirkung.

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Unterschiede bei einzelnen Fahrzeugtypen

Die Wirkungsweise von Scheibenbremsen ist in allen Fahrzeugeben gleich. Unterschiede finden Sie bei den Baugrößen, den Formen der Bremssteine und den Befestigungsmethoden für die Beläge und die Sättel. Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, die Bremssteine Ihres Fahrzeuges selbst auszuwechseln, sollten Sie gezielt nach Ersatzteilen für Ihren Fahrzeugtyp suchen. Auf der Verpackung ist aufgelistet, für welche Fahrzeugtypen die Beläge zugelassen sind. Das ist in der europaweit geltenden Regelung ECE-R 90 vorgeschrieben. Diese Regelung legt die Mindestanforderungen für Bremsen fest. Sie verpflichtet die Hersteller von Bremsen auch dazu, die Beläge mit einem dauerhaft lesbaren Genehmigungszeichen zu versehen, das sich aus einem „E“, der Länderkennzahl, „90 R“ und der Genehmigungsnummer zusammensetzt und von einem Kreis umgeben ist.

Die Originalverpackung muss verklebt sein, um abzusichern, dass sie auch die Teile enthält, die der Hersteller hineingelegt hat. Außerdem muss jede Verpackung eine Montageanleitung in der Landessprache enthalten. Durch diese Vorgaben wird sichergestellt, dass die preiswerten Bremsen von Firmen, die Ersatzteile nachbauen, ein Mindestmaß an Betriebssicherheit und Qualität aufweisen. Die preisintensiveren originalen Ersatzteile sind meist so ausgelegt, dass die Mindestanforderungen deutlich übertroffen werden. Das macht sich vor allem in der Haltbarkeit bemerkbar. Der Preisvorteil der Nachbauteile wird oft von der kürzeren Lebensdauer zunichtegemacht.

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