Bremsen brauchen immer Aufmerksamkeit!

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Wie merke ich, dass meine Bremsen abgefahren sind?

Ein ungewöhnliches Verhalten und auffällige Geräusche beim Bremsen sind meist ein Anzeichen für einen Defekt der Fahrzeugbremsen. Woran man einen Defekt erkennt und wie man Bremsen überprüft, beschreibt der folgende Beitrag. Die Bremsen sind die am höchsten beanspruchten und wichtigsten Komponenten eines Kraftfahrzeuges. Sie unterliegen einem starken Verschleiß und sollten zumindest einmal jährlich überprüft werden. Eine regelmäßige Kontrolle und Wartung der Bremsanlage ist wichtig und unerlässlich für die Verkehrssicherheit eines Fahrzeuges. Defekte kündigen sich in der Regel durch ungewöhnliche Geräusche und ein verändertes Verhalten beim Bremsen an. Je nach Anzeichen kann ein möglicher Defekt näher eingegrenzt und die Suche nach der Ursache verkürzt werden.

Bremsen: Wann sollte man Bremsbeläge wechseln?

Abgenutzte Bremsklötze gehören zu den größten Sicherheitsrisiken für Autofahrer, sodass eine entsprechende Überprüfung unverzichtbar ist. Erste Hinweise können hier hörbare Veränderungen beim Bremsen sein: Wenn Sie bei leichtem Bremsen mahlende oder reibende Geräusche wahrnehmen, kann dies ein Anzeichen für verschlissene Beläge sein. Bei modernen Automodellen wird Ihnen das baldige „Ableben“ der Klötze in Form einer Warnanzeige angekündigt. Wer ohne diese technische Hilfe auskommen muss, sollte ergänzend die Bremsscheibe begutachten: Zu diesem Zweck schlagen Sie die Räder des Fahrzeugs ein, sodass Sie die Beschaffenheit hinter den Reifen einsehen können. Falls Sie auf der silbernen Scheibe rostige Ablagerungen sehen, handelt es sich dabei in der Regel um harmlosen Flugrost. Die entsprechenden Rückstände werden durch weitere Bremsvorgänge wieder verschwinden. Umlaufende Rillen können hingegen auf verschlissene Bremsklötze hindeuten. Bei Unklarheiten sollten Sie dem Leitsatz „Vorsicht statt Nachsicht“ folgen und die Beläge in einer Werkstatt überprüfen lassen. In diesem Zusammenhang gilt es darauf hinzuweisen, dass beim Austausch der Bremsbeläge für den Ford Focus, der Bremsbeläge vom Skoda Octavia oder einem anderen Modell auch ein Wechsel der Bremsscheiben sinnvoll ist: So haben stark beschädigte Scheiben aufgrund der Rillen einen negativen Einfluss auf die Lebensdauer der neuen Klötze. Besprechen Sie deshalb mit der Werkstatt Ihres Vertrauens, ob ein gleichzeitiger Wechsel von Bremsbelägen und Bremsscheiben die bessere Lösung ist.

Kann man Bremsen selbst wechseln?

Bremsen
© Shutterstock / thieury

Zuallererst: die Bremsen sind das wichtigste und sicherheitsrelevanteste Teil beim Auto. Unsachgemäße und mit lediglich Halbwissen ausgeführte Reparaturen an einem so wichtigen Teil beim Fahrzeug verbieten sich von selbst. Wer nicht ganz genau weiß, was er tut, sollte auf keinen Fall Hand an die Bremsen legen und lieber vom Fachmann die Bremsbeläge erneuern lassen. Man muss auch wirklich sicherstellen können, dass man auf keinen Fall Luft in die Bremsanlage bekommt – die verhindert nämlich eine ausreichende Bremswirkung von vornherein und bei vielen Automarken ist ein nachträgliches, sauberes Entlüften der Bremsanlage durchaus ein Aufwand, auch für den Mechaniker. Die Kostenunterschiede zwischen Originalbelägen und Nachbauten sind zum Teil beträchtlich. Die Kosten und Kostenunterschiede im Einzelnen hängen dabei von zahlreichen Faktoren ab – das wäre zu umfangreich um in diesem Ratgeber zum Thema Bremsbelag-Wechsel im Detail und theoretisch darauf einzugehen. Schauen Sie einfach in unseren Shop.

Wie weit dürfen Bremsscheiben abgefahren sein?

Obwohl aus robustem Stahl oder gar Keramik gefertigt, kommt es auch bei den Bremsscheiben zum Verschleiß. In welchem Zustand sich die Bremsscheiben Ihres Fahrzeugs befinden, können Sie mithilfe eines Messschiebers feststellen. Nach der Messung muss die Dicke der Geldstücke natürlich wieder vom Messwert abgezogen werden. Wie dick die Bremsscheibe mindestens sein muss, schreibt der Hersteller vor. Ist die Mindestdicke erreicht, verringert sich die Bremsleistung zwar nicht, die Fahrsicherheit leidet aber trotzdem: Bei starker Beanspruchung kann die Scheibe reißen. Wer die Dicke nicht mit dem Messschieber kontrollieren kann, sollte den Rand erfühlen: Ein deutlich ausgeprägter Rand deutet auf das baldige Ende der Bremsscheibe hin.

Bremsen: Wie oft muss man die Bremsflüssigkeit wechseln?

Bremsflüssigkeit
© Shutterstock / pryzmat

Die Bremsflüssigkeit sorgt für die Übertragung der auf das Pedal ausgeübten Kraft auf die Bremse am Rad. Dementsprechend ist die regelmäßige Kontrolle der Flüssigkeit von entscheidender Bedeutung, um eine ideale Bremswirkung sicherstellen zu können. An den zugehörigen Behältern finden sich Markierungen, die eine unkomplizierte Überprüfung ermöglichen: Falls der Stand der Bremsflüssigkeit bereits unter die Mindestmarkierung gesunken ist, besteht sofortiger Handlungsbedarf. Die entsprechenden Flüssigkeiten können Sie online in großer Auswahl vergleichen und bequem per Mausklick bestellen. Normalerweise hat die Bremsflüssigkeit eine honigbraune Farbe, was bei der Überprüfung unbedingt zu beachten ist. Sowohl der vollständige Austausch als auch die Auffüllung der Flüssigkeit sollte ausnahmslos von Fachleuten durchgeführt werden: Auf diesem Weg gehen Sie auf Nummer sicher in puncto Versicherungsschutz und überlassen den Eingriff in das sensible Bremssystem Ihres Wagens erfahrenen Experten.