Auto, Fahrrad, Urlaub: Alles entspannt zusammenbringen

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Fahrräder können entweder am Heck oder auf dem Dach des Autos befestigt werden, wenn sie mit in den Urlaub kommen sollen. Sogar für die Wohnwagendeichsel gibt es spezielle Fahrradbefestigungen.

Erstmal alles durchchecken

Vor Reiseantritt sollten sowohl das KfZ als auch die Fahrräder noch einmal gründlich überprüft werden. Lichtanlagen, Bremsen, beim Wagen der Reifendruck und ähnliches sollten Sie in einer professionellen Werkstatt kontrollieren lassen. Wer einen begnadeten Hobbyschrauber mit der entsprechenden Ahnung im Bekanntenkreis hat, darf sich auch dort Hilfe holen. Wichtig ist, dass nicht nur das Auto oder der Caravan urlaubsfit gemacht wird, sondern eben auch das Rad. Das spart Ärger am Urlaubsort.

Zu den Reisevorbereitungen gehört auch das Packen von eventuell benötigtem Werkzeug und Ersatzteilen. Was im Kfz vorhanden sein sollte, ist gesetzlich geregelt. Notreifen, Warnwesten und -dreieck, Wagenheber und der Erste-Hilfe-Kasten sind vorgeschrieben. Für das Fahrrad gibt es keine solche Regelung. Sinnvoll sind aber:

 – Luftpumpe, gegebenenfalls Pannenspray

 – Flickzeug

 – ein bis zwei Ersatzschläuche, wenn viel mit dem Rad gefahren werden soll

 – Beleuchtung gemäß den gesetzlichen Vorgaben des Ziellandes

 – Fahrradhelme

 – Lenkertasche mit Kartenfach oder Halterung für das Smartphone/Navi

Oben oder hinten? Vorteile der verschiedenen Fahrradträger

Ob Sie Ihre Fahrräder auf dem Dach oder am Heck transportieren, ist eine Frage des Autotyps, den Sie fahren, der Kosten und des Aufwands, den Sie betreiben wollen.

Dachträger sind kostengünstig, aber nicht so praktisch

Dachträger für Fahrräder gibt es für 50 Euro, sie sind also nicht allzu teuer. Allerdings sind sie viel aufwändiger in der Befestigung als Heckträger. Für die Montage des Dachträgers werden grundsätzlich zwei Personen benötigt, im Zweifelsfall sollten Sie sich damit also eher an eine Werkstatt wenden. Auf dem Dach werden die Räder von zwei Querträgern gehalten, in die die Reifen der Räder wie in Schienen geführt werden. Meist können zwei bis drei Räder auf dem Dachträger transportiert werden, und das Gewicht muss gleichmäßig über das Autodach verteilt werden. Die meisten Fahrzeuge können zwischen 35 und 100 kg (Gewicht der Trägerkonstruktion inklusive) auf dem Dach transportieren, das hängt vom Modell ab. Und wie genau der Dachträger befestigt wird, ist ebenfalls modellabhängig. Der Dachträger muss also auf jeden Fall passend zum Auto gekauft werden.

Am Heck ist die Aerodynamik besser

Heckträger haben den Vorteil, dass die Fahrräder im Windschatten des Autos transportiert werden und die aerodynamischen Eigenschaften Ihres Wagens weitgehend erhalten bleiben. Auch der Heckträger muss zu Ihrem Wagen passen, die einzelnen Produkte sind jeweils für eines oder wenige Autotypen geeignet. Die Konstruktion ist recht einfach: An der Heckklappe des Autos wird der Rahmen montiert, daran sind Schienen befestigt, in die die Fahrräder quer eingeschoben werden. Spanngurte halten die Fahrräder am Kofferraumdeckel fest. Für die Beladung Ihres Fahrzeugs bedeutet das, dass Sie von innen an alles herankommen müssen und entsprechend packen sollten.

Das ist etwas unpraktisch, daher ist alternativ die Montage einer speziellen Vorrichtung auf der Anhängerkupplung möglich. Das hat den Vorteil, dass Sie den Kofferraum von außen öffnen können.

Bitte beachten!

Es ist zwar vielleicht praktisch, wenn die Fahrräder mit einer Plane vor Wind und Regen geschützt werden. Für die Fahrsicherheit ist das aber nicht so günstig, denn die Plane verdeckt unter Umständen die Sicht aus dem Rückfenster. Theoretisch ist es möglich, nur nach Spiegel zu fahren, ratsam ist es aber nicht.

Haben Sie Fahrräder auf dem Dachträger befestigt, gilt meist eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h für Sie. Sie sollten sich bewusst sein, dass die Fahrräder auf dem Autodach die Aerodynamik Ihres Wagens verändern. Dementsprechend vorsichtig sollten Sie fahren. Neben dem Fahrtwind und Seitenwind sollten Sie auch die durch den höheren Schwerpunkt veränderte Kurvenlage beachten.

Vor dem Transport sollten Sie alle Kleinteile von Ihren Fahrrädern entfernen: Luftpumpen, Körbe und Trinkflaschen sollten beim Transport nicht am Fahrrad sein.